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Bis zur Mitte des 19. Jahrhunderts war das Feuerlöschwesen einer Gemeinde Sache aller Bürger. Im Falle eines Brandes mußte jeder einsatzfähige Bürger, auch Frauen und Kinder, zum Löschdienst zur Brandstelle eilen, um das Feuer zu bekämpfen. Dies war jedoch auch Selbstzweck, da bei jedem Brand in einer geschlossenen Ansiedlung die größte Gefahr in einer Ausbreitung des Brandes auf die umliegenden Gebäude und schließlich die gesamte Ortschaft bzw. Stadt bestand, wie auch die ungezählten großen Stadtbrände in der alten Zeit dokumentieren, die in der heutigen technisierten Welt unvorstellbar sind. So brannte bei dem bekannten großen Stadtbrand in Neuötting 1797 bis auf die Pfarrkirche und 12 Häuser die gesamte Stadt nieder, inkl. aller Betriebe, Brauhäuser, Kloster, Kaserne, 187 Wohnhäuser etc. – in der heutigen Zeit eine unvorstellbare Katastrophe!

In der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts wurden nach und nach in allen Städten und Gemeinden in Bayern Verbände gegründet, die als Ziel die Bekämpfung der damals noch zahlreicher vorkommenden Brände in den Orten hatten. Als Löschgeräte kamen neben den altehrwürdigen Eimern je nach Vorhandensein handbetriebene, von Pferden gezogene Saug- und Druckspritzen zum Einsatz. Diese „Hydrophore“, im 17. Jahrhundert erfunden, waren lange Zeit nur in den großen, reichen Städten vorhanden, und wurden erst im 19. Jahrhundert allmählich auch in ländlichen Gemeinden angeschafft.

 

Zur Organisation dieser Selbstschutz­organisationen wurden nacheinander in jedem Ort Feuerwehrvereine gegründet. Die Geschichtsbücher schreiben, daß die ersten freiwilligen Feuerwehren im Land aus Turnvereinen hervorgingen, da in diesen Vereinen die zum Feuerwehrdienst notwendigen kräftigen, leistungsfähigen und sportlichen Mitglieder zur Verfügung standen. Es gab auch bereits einen Landesfeuerwehrverband, der die überörtlichen Belange der sich bildenden Freiwilligen Feuerwehren wahrnahm und koordinierte.

Im heutigen Landkreis Altötting wurde die erste Freiwillige Feuerwehr 1863 in Burghausen gegründet, der in den kommenden Jahren die Städte Neuötting (1865) und Altötting (1866) mit eigenen Freiwilligen Feuerwehren folgten. Nach und nach wurden auch in den kleineren Gemeinden des damaligen Bezirksamts Altötting Freiwillige Feuerwehren gegründet und je nach Finanzlage auch die ersten Saug- und Druckspritzen, sogenannte „Hydrophore“ angeschafft, um die verheerenden Auswirkungen bei Bränden zu verringern.

 

Ein Hydrophor mit zwei Pferden der Freiwilligen Feuerwehr Mehring-Emmerting-Holzfeld,

heute im Besitz der Gemeinde Mehring, angeschafft 1886; Foto: ca. 1930

 

Weiterlesen: Anschaffung der ersten Spritze

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