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Das darauffolgende Jahr 1886 ging als ein schlimmes Brandjahr in die Ortsgeschichte ein.

Es begann am 26. April 1886, als es beim Böhmann in Emmerting brannte. Näheres ist nicht bekannt, es ist nur festgehalten, daß die Löscharbeiten wegen nur einem vorhandenen Ziehbrunnen äußerst schwierig waren.

Am 27. Oktober 1886 brannte das Ökonomiegebäude in Hohenwart, das mit Stroh gefüllt war, nieder. Die Chronik berichtet, daß der Himmel sich weithin gerötet hatte und an ein Löschen gar nicht zu denken war, da nur eine Spritze vorhanden war und die Kirche und andere Gebäude geschützt werden mußten.

Zwei Tage später war ein Brand in Priessental zu bekämpfen, bei dem ebenfalls großer Schaden entstand. Am 5. November 1886 riefen die Sturmglocken nach Mehring. Es brannte beim Ertl, mitten im Ort. Zur gleichen Zeit herrschte starker Sturm, so daß das gesamte Dorf und besonders die Mehringer Kirche stark gefährdet war. Das Feuer wurde bis zum Maierhof getragen.

Gut 2 Wochen später, am 20. November, war erneut ein Brand zu vermelden: Der Baustadel in Emmerting brannte vollständig nieder, wobei viel dort gelagertes Bauholz vernichtet wurde, das für den anstehenden Brückenbau über die Alz zugerichtet war. Es konnte nur wenig gerettet werden.

Aufgrund dieser schlimmen Brandfälle geriet die Bevölkerung langsam in Panik, da überall Brandstiftung vermutet wurde. Die Gemeinde Mehring schaffte auf Betreiben des Bürgermeisters Peterlechner eine zweite Saug- und Druckspritze, gezogen von zwei Pferden, siehe auch das Bild aus späterer Zeit, an.

Im gleichen Jahr mußte die Freiwillige Feuerwehr Mehring-Emmerting-Holzfeld zu einem besonderen Ehrendienst antreten. Im Bezirksamtsblatt vom 21. August wird der Wehr zusammen mit anderen amtliche Anerkennungausgesprochen: „Sie haben bei der Überführung des Herzens weiland Seiner Majestät König Ludwig II. den Ordnungsdienst als Ehrensache übernommen und wesentlich zum würdigen Verlauf der hehren Trauerfeier beigetragen.“

Fast genau ein Jahr nach dem letzten Brand, am 24. April 1887, brannte es erneut beim Böhmann in Emmerting.

Noch schlimmer traf es das Anwesen vom Hirl, das bereits 1884 abgebrannt gewesen war und in der Folge im September 1891 brannte, sodann am 23. November 1896 zum drittenmal, und 1897, am 13. November, sogar zum vierten Mal hintereinander brannte. Hier konnte jedoch jeweils das Wohnhaus gerettet werden. Die Chronik vermerkt hier, daß die Brandursache wohl unbekannt sei, die Häufigkeit der Brandfälle jedoch auffallend sei.

1891 wurde erstmals eine satzungsgemäße Wahl durchgeführt. Dabei wurde Joseph Bergmann als Vorstand und Wolfgang Dorfner als Kommandant gewählt. Letzterer hatte dieses Amt bis 1924 inne. 1898 übernahm der Mehringer Bürgermeister Johann Brandmaier das Amt des Vorstands und blieb es bis zum Jahre 1908.

 

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